United Metal Maniacs Metal Meeting VIII – Festivalbericht
von Torsten

Alle Jahre wieder... lädt der Festung-Verein (das soll jetzt nicht abwertend klingen, so wie „Kasperverein“... es ist ja wirklich ein e.V.) zum „United Metal Maniacs Metal Meeting“, was für gewöhnlich dann schon Monate im Voraus in Sätzen wie „Kommst du zum Uh-Em-Em?“ oder „Haddu das Billing vom Festung Open Air schon gesehen getan?“ abgekürzt wird... seit ein paar Jahren auch: „wtf?! spy ma aufs set von umm, du n00b!^^ hier hyperlink zu .pdf zum donwlaoden oder chcek die ms page asu -.- ... *lol* voll die typos drin o.O lmoa ... bin afk, cuL8r“)*

* Ohne Scherz: Ich habe nie so oft beim Gang um den Zeltplatz die Begriffe „MySpace“ oder „StudiVZ“ gehört wie in diesem Jahr.

Samstag, 22.05.2010

Nachdem uns der Bruder von Jenson Button in seinem neuen Lexus (- der Chrysler ist in der Werkstatt, weil ein neuer Elfenbein-Gangschaltungsknüppel eingebaut werden soll, und der Bentley passte farblich nicht zum Zeltplatzgrün) mit WARP-Antrieb nach Bitterfeld beförderte und „Da sind wir!“ schrie, bevor ich mich anschnallen konnte, musste auf eine Runde Playstation 3 auf dem Rücksitz verzichtet werden. Nagut, ich neige wieder zur latenten Übertreibung (das Elfenbein war in Wirklichkeit Mammutbaumharz), aber eine technische Sensation war das Verknüpfen von Handtelefon und Bordcomputer allemal ... man konnte quasi Knight Rider-haft mit dem Auto sprechen und es sogar den Wunschpartner an der zweiten Blechdose wählen lassen, ohne Matrix-mäßig eins mit dem Auto werden zu müssen ... wenn es denn funktioniert hätte. hehe

Ohje, ich schweife ab. Vor Ort gab es viele optische Bezugspunkte, die einfach „UMM“ schrien. Ähnliches Personal, das gleiche Krawall...äh...Partyzelt, die gleiche Kasse. Nur das Gelände in „Keine Ahnung“ (häufigste Antwort auf „Wie heißt’n der Ort da jetzt genau?“) war komplett neu. Entweder es war ein Flugplatz oder es machte EIN BISSCHEN DEN EINDRUCK EINES FLUGPLATZES... quasi (Jetzt kommt ein Brüller!) „a BIT AIR FIELD“ (BOAH! Ihr hasst mich schon jetzt.)... FÜR die Variante „Ist wirklich ein Flugplatz“ („bit air field“, hehe, ich find den nicht schlecht...) sprachen eventuell marginal jene Segelflugzeuge, die dort starteten, aber das lasse ich mal als These so im Raum stehen...

Was nahezu allen Besuchern, mit denen ich darüber sprach, auffiel, war die DEUTLICH geringere Besucherfrequenz im Vergleich zu den letzten Jahren. So wirklich mag ich die Aussage des Veranstalters nicht glauben, dass es sich lediglich um eine optische Täuschung (so ungefähr) handelt und insgesamt wieder 1.000 Loser...äh...Metaller den Weg in Deutschlands grauste Stadt fanden. Apropos: Wieso reagiert eigentlich jeder ab 30, dem man berichtet, man verbringe das Wochenende in Bitterfeld, ungläubig (und nicht minder abwertend) grinsend mit diesem „Trifft man sich nicht auf dieser Welt...“-Spruch!? Na so unrealistisch ist es doch gar nicht, dass Bitterfeld mal etwas zu bieten hat, das Hunderte und Tausende von inner- sowie ausländischen Jugendlichen und jungen Männern (und Männinnen) zu sich lockt ... *kreative Pause* ... hahahaha ...

Neu waren meines Erachtens jedoch die Kameraleute. Irgendwie liefen da ständig 2 bis 3 Typen mit Kamera und Stativ rum, ohne aber auch nur eine Band zu filmen, sondern lediglich das Publikum. Vielleicht ist die allwissende „Big Brother“-Zentrale am Nordpol in ihren Spionage-Methoden ja von den einstigen Reichsflugscheiben auf „diskretere“ Mittel umgestiegen.

Genug Paranoia. NOCTURNAL war eine von geschätzten 50 Thrash-Bands im Line-Up (was mich marginal ankotzte) und bestach vor allem durch die Involvierung einer Sängerin, wobei ich ja dieses Gekeife mächtig unsexy finde. Vor der Bühne sammelte sich bereits eine respektierliche Meute livemusikdurstiger Kuttenträger. Meiner einer bekam vom Opener wenig mit...

Die nachfolgenden Serben wurden dann jedoch angeguckt... mit Radler („Was’n das?! Hier gibt’s nur Bier. [...] Ach, Alster!“), Kippchen und Eis in der Hand. Der größte Unterschied zum Tourauftritt von THE STONE vor einer Woche in Rostock war der Gastsänger, wer auch immer das war. Und warum auch immer er dort war, denn wirklich gehört habe ich ihn nicht, und wenn, dann nur ein „bllllaaaarrrggghh“ am Ende der Zeile.

DIE HARD. Also „die“ ist ja klar, aber was für ein feminines Substantiv soll „Hard“ sein?! Seltsamer Deutsch. Band: Langweilig.

Zwischendurch wurde eine Pinkelpause (unfreiwillig) zur Wortschatzerweiterung. Ein freundlicher Pisskumpane hielt es ob meines ungläubigen Blickes für angebracht, mir die mannigfachen Bedeutungen der Grußformel „Salle!“ näher zu bringen. Darunter, ich zitiere: [es fuhr eine Dame vorbei] „Also wenn die jetzt stehen bleibt... und den Rückwärtsgang einlegt... Und wenn der Krankenwagen da hinten dann losfährt... und die beiden dann zusammenstoßen... Dann könnten wir hier stehen, das beobachten und sagen ‚Salle!’...“ hehehe Alles klar...

NEGURA BUNGET aus (ich zitiere das Barther Metal Open Air) ROmänien waren an der Reihe, erkennbar an dem halben Dutzend Musiker auf der Bühne. Nicht mitgezählt die Lebewesen in den Bärten der Protagonisten (und –innen). Mein Interesse hielt sich – wie bei THE STONE – merklich in Grenzen, da ich sie erst kurz zuvor mit sehen geFEN hatte. Gut wie immer, mochte aber absolut nicht zünden. Keine Festivalmusik, zumindest nicht hier und nicht zu dieser Uhrzeit.

VOMITOR (Name -> igitt) machten eine gute Figur, was bei den alten Suffköppen ja schon fast nach zweideutiger Ironie klingt. Besonders das SPEAR OF LONGINUS-Cover zündete bei der Masse und unter den geschätzten 88 Thrash-Bands waren sie mir insgesamt am liebsten. Irgendwie war das trotzdem (für mich) nur „warten auf GEHENNA“.

Selbige standen daraufhin auf der Bühne ... ja, und damit ist die GEHENNA-Bühnenperformance schon ausreichend beschrieben. Meine Fresse, selten so eine von sich selbst gelangweilte Band gesehen. Da stand den Akteuren bei „Morningstar“, der einzigen Nummer der „First Spell“ (vom zweiten Fluch gab’s nichts), ja direkt „Och menno, immer diese langweiligen alten Songs spielen... dumdidum, und sonst so?!“ im Gesicht. Der Sound war mies, aber es entschädigte der hohe Anteil von „WW“-Songs („Flames Of The Pit“, „Death To Them All“, „Pallbearer“,...) sowie der Umstand, dass der schwer geile, abartig knurrige Gesang live grimmiger klingt als heutzutage INQUISITION. Also eine Offenbarung war das nicht, aber immerhin ein Häkchen hinter dem Namen, und zwar ein halbwegs zufriedenes Häkchen...

Wer es übrigens auch total unterhaltsam findet, bei der Toilettenecke in ein Loch dieser Lego-Baustein-Befestigungsdinger für die Metallzäune zu pinkeln, bis er freudig feststellt, dass es überläuft, dem sei gesagt: Du bist nicht allein!

Headliner-Zeit. TULUS-Zeit. Zum Schminken zu faul (oder zu erwachsen) traten die drei Herren vor die Leute und machten sich mit zwei Stücken des ersten Albums sogleich viele Freunde. Daraufhin ein neues Lied. Ich wittere ja so’n „back to the roots“-Ding, denn irgendwie war der Unterschied nicht allzu groß. Ansonsten gab es ein buntes Potpourri an TULUS-Krams in ziemlich lässigen 3-Minuten-Salven, und zwar ohne Cello oder sonstigen Rotz. Als hätten die Veranstalter gesagt „Pah! Für die anderen Vögel bezahlen wir die Flüge nicht. Spielt verdammt nochmal Metal!“. Ja, auch „Simon“ stand auf dem Programm, worüber sich ein Gast (der dies ununterbrochen forderte) ganz besonders gefreut haben dürfte. In der Stimme fehlte leider etwas. Weder den ganz tiefen noch den ganz hohen Gesang kriegte der Herr auch nur annähernd hin, aber die Erklärung lieferte der jüngere Bruder von Hannibal Lecter per Bühnenansage selbst: „too old“.

Als traditioneller Rausschmeißer fungierten SAHG aus dem hohen Norden. Trotz ihrer Füllfunktion hatten sie den besten Sound des gesamten Tages, sahen komisch aus und zelebrierten Doom-Rock-Metal mit 70s-Flair. Cooler Gesang, feine Riffs/Songs und definitiv etwas, das man sich angucken kann ... oder auch nur anhören. Das war jedenfalls der Plan nach fünf Songs, der auch super funktioniert hätte, wären unsere osteuropäischen Nachbarn nicht auf die Idee gekommen, einen selbsterstellten (unsagbar schlechten) Sampler aus dem Autoradio laufen zu lassen. Korrigiere: Wäre auch nicht so schlimm, hätten sie ihn denn wenigstens laufen lassen. Aber nein, Skip, Skip, „oh, die Stelle gefiel mir, ich spul mal zurück“, Skip... Aaalter.

Die Nacht blieb ansonsten (für mich) ruhig*. Xena schnarcht nicht. ;) Eine Ausnahme bildeten die Herren der Staatsgewalt, die ich aus dem Augenwinkel bei einem Pinkelausflug (Warum rede ich dieses Jahr so oft übers Strullern?!?) irgendwie mitbekam. Dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, warum die dort waren...

* Ok, klingt vielleicht wie Hohn, denn wie mir zugetragen wurde, tönte der Festivallärm noch bis in die Puppen an die Ohren mürrischer Müritzer Adelsgeschlechter, die nahe where-the-fuck-is-Bitterfeld eine kurze Sommerresidenz genießen wollten.

             

             

             

   

 

Sonntag, 31.05.2010

Ich hasse Zelten. Und ich hasse diese band-freie Rumgammelzeit. Wie können sich manche Leute das auf Wacken ein bis zwei Wochen lang freiwillig antun und dafür vllt. noch ihren Jahresurlaub opfern?? Da fiele mir aber besseres ein. Wie wäre es z.B. mit... mal ins Museum gehen? Unbekannte Orte entdecken? Einfach mal die Seele baumeln lassen? Thai-Schlampen-Billig-Fick-Urlaub? Es gibt so vieles, was man machen kann. Aber doch nicht stinkend im vollgepupsten Zelt vergammeln, sich Sonnenbrand an der Stelle holen, die man NATÜRLICH immer vergisst einzuschmieren (der Scheitel), oder kalte Ravioli aus der Dose zu essen, die schmecken als hätte man den Nabelstaub von 50 Kosacken gesammelt und in einen geschmacksneutralen Teigmantel gepresst.
Aber die Veranstalter des U.M.M. haben – wie immer – ja zumindest ihr Bestes versucht, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten: Frühstücksangebot mit belegten Brötchen, Kuchen, Vanillemilch (!), etc., fließendes Wasser, gereinigte Dixis. Sehr schön. Passt.

Für Unterhaltung sorgte indes „Liam“ aus „Ireland“, der sich bei anderen aber vielleicht als „Brian“ aus „Scotland“ oder „Stewart“ aus „Australia“ vorstellte. Tut mir leid für ihn, dass sein liebstes MANOWAR-Stück nicht lauter gestellt werden konnte als „only fucking Volume 11. Fuck those fucking gay faggots, fuck.“... seltsamerweise lief später (bei besserer Musik) das Radio im Zelt WESENTLICH lauter. Eventuell ein absichtlicher Hieb des DJs auf die „lauteste Band der Welt“; das fänd ich dann sogar ziemlich witzig. Vielleicht hat „Aaron“ aus „Wales“ aber ja auch später eigenhändig einen Verstärker eingebaut.

Irgendwann gab es dann auch wieder Live-Musik. Und zwar zunächst von KETZER, benannt nach gleichnamigem Forum. Soll wohl gut gewesen sein. Ich erinnere mich nicht...

An AFFLICTION GATE auch nicht so recht. Das war Death Metal und wartete passig dazu mit einem „Corpse Grinder“-Cover auf. Die Franzosen sahen übrigens genauso aus wie alle Franzosen aussehen...

... genau wie BAPHOMET’S BLOOD so aussahen wie alle Italiener aussehen. Selbige wurden nur vom Zeltplatz aus belauscht und entfallen daher der Wertung. Ohje, wenn je ein Veranstalter meine Berichte liest, brauche ich mich um Akkreditierung erst gar nicht bewerben... hehe

KILL glänzten am späten Nachmittag mit Corpsepaint und rudimentärem Black Metal, „auf der Bühne noch betrunkener als NACHTFALKE“ (halt’ ich für’n Gerücht!). Der Sänger trug eine flächendeckende SODOM-like-Henkersmaske, die in Relation zu seinem realen Äußeren vermutlich größtenteils unter der Kategorie „Kosmetik“ verbucht werden muss. Ansonsten alles schön urig, abgefuckt und rostig. Das war definitiv nach meinem Geschmack und lud zum zustimmenden Nicken im Takt ein.

Bei der Durchsage (sinngemäß) „Die Besitzer der Fahrzeuge mit den Kennzeichen HA:IL 666 und NS:BM 88 haben einen Dach... äääh.... Blechschaden und damit euch alle auslachen können, sagen wir es mal öffentlich durch.“ machte ich mir ja etwas Sorgen um unseren Pontiac, der kurzfristig für den Lexus eingetauscht wurde, weil die Felgen einfach besser zu den Schnürsenkeln passen.

Eine kleine Denkerpause, die fast den kompletten Auftritt von TRIDENT umfasste, wurde zur Beobachtung gar seltsamer Formen legasthenischer Völkerverständigung genutzt... Sinngemäß ungefähr so:
Deutscher (lehrwillig) zu Osteuropäer (lernwillig): „Please say ‚Arschficker’!“
Osteuropäer (stolz): „hehehe, yes, Arschficker!“
Deutscher (zornig): „Wie hast du mich genannt?!?“
Handgemenge.
Und da fragt sich noch einer, wie sowas wie `39 wohl passieren konnte...
Von den Schweden (TRIDENT) also nicht wirklich was mitbekommen. Ich wiederhole mich: Zum Glück habe ich gar nicht nach einem Presseausweis gefragt, sonst müsste ich mir jetzt etwas aus den Fingern saugen wie „Wow, nur tolle Songs gespielt. Guter Auftritt. Im Zentrum stand das aktuelle Album.“...

NACHTMYSTIUM waren Co-Headliner und haben nur tolle Songs gespielt. Guter Auftritt. Im Zentrum stand natürlich das aktuelle Album. ... hehe, nein, Spaß. NACHTMYSTIUM haben (natürlich!) gar nicht gespielt. Glaubt ihr nicht? Hier der Beweis -> Klick! Seht ihr da eine Band? Hä? HÄ?! Ich nicht! Nagut, gespielt hat tatsächlich eine Band, die sich aber nur als NACHTMYSTIUM ausgab, denn wir wissen ja alle nach diversen dubiosen Konzertabsagen, dass es die Band gar nicht wirklich gibt. Folgende Indizien verrieten aber schnell den Schwindel: Erstens: Das, was als Sänger da im „Never Stop The Madness“-Shirt auf der Bühne stand, war höchstens ein Viertel des kräftigen Blake wie wir ihn von alten Bildern kennen. Zweitens: Ich könnte mich nicht entsinnen, dass der Bassist (der aus mir...äh... überhaaaupt nicht bekannten Gründen selbst dann die Sonnenbrille verzweifelt festhielt, um seine Augen zu verbergen, wenn er im Dunkeln die richtigen Kabel für seinen Technikkrams auf dem Boden kriechend suchte) schon immer seltsame Hautrötungen, Beulen und Mumps hatte. Dafür kööönnten natürlich Geschehnisse vom Vortag verantwortlich sein, die auf dem Zeltplatz schnell die Runde machten. Aber so was hat in einem Konzertbericht ja nichts verloren. Beschreiben wir es als Zank, als Zwist, als Raufhändeln mit Tendenz zur Bluttat. Drittens: Ich könnte mich nicht entsinnen, dass Blake schon immer die Frisur einer Frau aus den 70ern trug. Viertens: Entgegen der Erwartung spielten sie (gemeint ist die Coverband) ein verdammt fieses, hartes und doch technisches Hass-Brett mit ordentlich Wumms und Blast, was eigentlich nicht von der gleichen Band wie jene der neuesten Hörproben stammen kann. Aber ist ja auch Jacke wie Hose, wer da auf der Bühne stand, denn so oder so wurde da feiner Krawall von der Plattform gezaubert, auch wenn das jetzt ganz bestimmt nicht NACHTMYSTIUM waren. HÄTTEN sie wirklich gespielt, HÄTTE es wohl ungefähr so ausgesehen wie auf den Bildern da unten. Und sie WÄREN wohl nach ca. 20 Minuten von der Bühne gegangen, um mit den Worten „Ja, scheiße, wir geben’s ja zu, wir sind total besoffen [„drunk“ ... es könnte aber auch „junk“ oder „stoned“ geheißen haben. War akustisch schwer zu verstehen.]. Aber die Veranstalter haben ein Schweinegeld für uns bezahlt, also spielen wir noch ein bisschen.“ zwei Zugaben zu spielen, höchstwahrscheinlich ein neues Stück sowie „Assassins“. Aber – wie gesagt – das Ganze hat ja nie stattgefunden, da es die Band nicht gibt, die zu Beginn des Gigs das Publikum übrigens mit einem ziemlich lässigen „Hey, wir wurden in Deutschland vor Jahren als Nazis beschimpft, aber IHR seid doch die mit der Geschichte!“ begrüßt HÄTTE.
Liebe Grüße im Übrigen an die Frau, die Bedenken hatte, sich neben mich zu stellen, da ich sie umschubsen hätte wollen würde haben können (oder so), es sich nichtsdestotrotz aber explizit NICHT nehmen ließ, mich mit verbalen Mitteln und Bodybuilderposen davon in Kenntnis zu setzen, DASS sie sich schließlich neben mich stellte. Ich kann die Frage leider nicht beantworten, ob das manuelle propellerhafte Rotieren mit ihrem Zopf mir jetzt sagen sollte, ich solle headbangen, ob es ein dezenter Hinweis auf die Handhabung eines Schneebesens war oder doch eine ganz merkwürdige Form des Balzverhaltens.

Von GOSPEL OF THE HORNS war ich anschließend arg enttäuscht. Dieser Stilwandel, fürchterlich... Nein, Quatsch. Auf „Nachtmystium“ (man beachte die Gänsefüßchen!) folgten durch einen Wechsel bereits die JAILBREAKERS, was zum einen am hohen Altersdurchschnitt in und auf der Bühne erkennbar war, zum anderen an den ganzen stolzen Familienverbänden, die „Papa“/“Onkel Jochen“/“Schatz“/“uns Berni“ ma’ uffe Bühne sehen wollten. Ich mag AC/DC nicht (Euphemismus), von daher schiss ich drauf. Der Grund für den Wechsel ist dem Autor bekannt, tut aber hier nichts zur Sache, jedoch ein leises „Respekt!“ an den G.O.T.H.-Sänger hiermit. Ja, die JAILBREAKERS waren also unverhofft Headliner geworden, glichen optisch ihren Heros wie ein Haar dem anderen, wenn sich dieses Haar als das andere verkleidet. Der Teil der Menge, der sonst auch zu Ü30-Parties geht, feierte sie frenetisch und unsereins will jetzt auch nichts madig reden, darum abschließend nur die Hoffnung, dass der Sänger seine Eier wiedergefunden hat. Es gab Sinnvolleres zu tun, zum Beispiel gestressten Bierstand-Damen den Glauben an die Menschheit wiederzugeben, z.B. mit einem völlig unerwarteten überraschenden „Guten Tag! Ich hätte gern [...] Vielen Dank!“ anstelle des üblichen „ööh...öööhh... Biiiöööörrrrr“, des noch schlimmeren *Coupon hinhalt und unregelmäßig rauftipp, während die Augen sich schon nicht mehr absprechen, in welche Richtung sie gucken sollen* oder des ebenso beliebten *leeren Bierbecher nach oben halt -> [Bierstand-Dame:] „Du hast nicht mehr genug Geld auf dem Coupon.“ -> in Bierbecher guck -> Bierbecher wieder hochhalt (Dies wiederhole 5x.)*.

Jetzt aber. GOSPEL OF THE HORNS. Definitiv eine Liveband und definitiv sehenswert, auch wenn ich mit diesem DownUnder-Black/Thrash ansonsten wenig anfangen kann. Aber wie gesagt, Livemusik ist es... Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein.

Als wenn es abgesprochen wäre, war das Wetter nicht lang nach dem Headliner dann auch plötzlich CAPSLOCK. Bitte was?! Na „Shift ohne Ende“... (PO-HA!).

             

             

           

 

Fazit:

Ich hasse eigentlich dieses alljährliche Beweihräuchern blablabla, aber organisationstechnisch war das UMM in diesem Jahr wieder allererste Sahne. Bei den Bands war irgendwie selten wirklich Feuer drin, doch waren TULUS, GEHENNA, NACHTMYSTIUM, GOSPEL OF THE HORNS und KILL die Reise wert. Was soll man auch machen, wenn sämtliche Headliner „too old“, „too bored“, „too drunk“, „too Magenprobleme“ oder „too was-auf’n-Kopp-bekommen“ sind... Kleine Korrektur bzgl. der Organisation: Mal wieder niemand da, um montags den Müllpfand zurück zu kriegen!

Sooo, und weil das so modern ist und sich eh niemand für den Quatsch interessiert, den ich oben geschrieben habe, hier die exklusive FinalWar-Konzertbesuchergalerie (in cooperation with (the true) Stiftung Frauentest). Alternativ auch „viele gute Gründe, das UMM nächstes Jahr wieder zu besuchen“ oder „Galerie von Frauen, mit denen ich an diesem Wochenende NICHT Geschlechtsverkehr hatte“ (keine Garantie auf Vollständigkeit; Dopplungen möglich; Besten Dank an den fleißigen Fotografen! (<- nicht mit Autor identisch!)):

             

             

             

             

             

             

           

             

             

             

           

             

             

             

             

             

             

             

             

             

             

           

Bevor jetzt hier irgendjemand seine Knallmaus entdeckt und mich beim nächsten Festival mit altem Spargel bewirft, schreibt mir doch einfach eine Mail und ich entferne das Bild!

Salle!

 

Bilder: A.U. + T.B. / © Final War Mag.

 

-serif">