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Nach einer selbstverschuldeten Zwangspause was das Betreten deutscher Bühnen anbelangt scheinen TAAKE wieder einigermaßen rehabilitiert. Zumindest in den Augen vom Wolfszeit-Festival-Veranstalter, der den Norwegern einst selbst noch eine Abfuhr erteilte. Und da zum ersten die musikalische Qualität TAAKEs niemals abzustreiten war/ist, zum zweiten die letzte Livebegegnung einige Jährchen zurücklag und man sich zum dritten (- verkauft!) nicht wirklich sicher sein konnte, was für Späße sich Herr Stedjeberg wieder einfallen lässt, musste die Gelegenheit genutzt werden, die „Lukt til Helvete“-Tour in Berlin heimzusuchen.
Mit im Gepäck während der Deutschland-Termine CREATURE und REIGN IN BLOOD. Ernsthaft. Nicht nur local support.
Dieser hieß nämlich zum einen CTULU, zum anderen MATHYR. Erstere verpassten wir bei einer Ankunft gegen 20:30 Uhr. Zu MATHYR muss man nicht viele Worte verlieren. Laaangweilig. Vielleicht war ihr auf böse getrimmter Metal-Mischmasch, der nicht so recht weiß, wo er hin will, einen kleinen Tick besser als beim letzten Konzert mit meiner Anwesenheit (2008 mit ENDSTILLE), aber nur einen kleinen...
In der Zwischenzeit ließ sich verifizieren, dass selbst für Ortsansässige das Dark7Side, anscheinend eine Art Biker-Schuppen, noch nicht wirklich einen Namen als Lokalität für Metalkonzerte hat. Zugegeben, die Bühne hatte eine seltsame Form und war mindestens so tief wie breit, sodass sich auch links und rechts von ihr Platz für Zuschauer bot. Der Rest des Raumes war mit vielleicht 70-80 Gästen gut gefüllt, ohne überfüllt zu wirken. Eine Bar gab es unweit der Bühne und im Raum davor etwas Merchandise. Alles in allem Standard, aber so wirklich mochte der atmosphärische Funken nicht überspringen, tendierte das Feeling hier doch stark gen moderner „Nightclub“.
Weiter im Verlauf. CREATURE waren dran. Auf den Punkt gebracht: fähige Musiker, grausige Kompositionen, schlechtes Corpsepaint, noch schlechterer Sänger, dumme Animationsversuche ... und eine Zugabe, die keiner wollte. Wahrscheinlich funktionierte die Selbsteinschätzung nicht so ganz, denn auch die Ankündigung bandinterner „Klassiker“ wie „Der letzte Krieger“ oder „Die Suche nach Bofrost“ ... äh... „...Bifrost“ durch die Stimme eines tollwütigen Meerschweinchens im Stimmbruch stieß im Wesentlichen auf Schulterzucken. Ein paar enthusiastische Fans fanden sich jedoch, sodass die Stimmung durchaus befriedigend gewesen sein dürfte.
So, TAAKE... Wir wollen Skandale sehen! Die gab es dummerweise nicht, aber das war wohl zu erwarten. Kein Hakenkreuz, kein Pullermatz. Dafür zum Großteil Nummern der jüngeren Bandgeschichte („Voldtekt“ war der Opener), jedoch auch Abstecher bei „Nattestid...“ und „Bjoergvin...“, wobei ein Stück des letztgenannten Albums der lieben Antifa gewidmet wurde. Musikalisch war der Auftritt absolut top! Sehr viel Energie, fesselnde Kompositionen, guter Sound. Perfekt! Darüber hinaus gab es natürlich alles, was zur Marke „Taake“ eben gehört und sich darunter verkaufen lässt, inkl. „UGH!“, Rumgehampel, „UGH!“, sich-für-coole-Konzertbilder-finster-in-Szene-setzen ... und natürlich „UGH!“. Ich hatte das Gefühl, dass der geifernden Meute das Kino geboten wurde, das es sehen wollte, aber in Anbetracht des musikalisch Dargebotenen konnte ich damit leben...
 
 
 
 
 
Fazit:
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TAAKE super, Rest langweilig.
 
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Bilder: Torsten / © Final War Mag.
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