NEGURA BUNGET / FEN / THE STONE / THE WAY OF PURITY - 12.05.2010 in der Alten Zuckerfabrik / Rostock
von T.B.

Hier könnte IHRE Werbung stehen.

Aufi ins Geschehen! THE WAY OF PURITY wollte ich mir gar nicht anschauen, da das schon von draußen wie übler Schranz-Rotz klang. Dann allerdings begann ein Zurückkommender einen Satz mit „Also die Sängerin...“, was natürlich zur sofortigen Qualitätsprüfung führen musste. Ja, nette Möpse, aber selbst mit den 30cm-Absätzen noch immer verflucht klein, und auf Midget Porn steh ich einfach nicht. Der Rest der Band erinnerte mit den Sturmhauben an Rechtsrockbands, aber da ich sie später auch noch unmaskiert sah, postuliere ich, dass die Vermummung definitiv eine Entscheidung zugunsten der Ästhetik war. Musikalisch, wie gesagt, nur Gebrülle mit Krawumm und elektronischen Zwischenspielen. Murks...

THE STONE fuhren anschließend mit bissigem serbischem Black Metal auf. Ich habe die Band schon besser erlebt, vor allem soundtechnisch, aber es war dennoch ein guter Auftritt mit einigen Stücken vom neuen Album „Umro“ und als letzte eigene Nummer auch was von der ersten Scheibe, was ich sehr wohlwollend vernahm. Danach gab es noch irgendein Cover (vergessen, was es war...). Leider nicht GG ALLIN, auch wenn die Band auf derartige Rufe IRGENDWELCHER POMMERSCHER STÖRENFRIEDE ja durchaus grinsend reagiert. hehe Slava!

Wenngleich sich viele Anwesende anscheinend auf FEN freuten (die mir im Übrigen bis dato unbekannt waren), hielt sich meine Begeisterung sichtlich in Grenzen. Einfach irgendwie zu ... weich ... zu „alternativ“... zu gay. Eine zweite Gitarre hätte vielleicht mehr Bumms gegeben. Ansonsten aber nicht verkehrte Musik, doch erscheint mir dieses Subsubgenre des Post Rock / Hippie Black Metal mittlerweile einfach zu übersättigt, und mit ALCEST, WOLVES IN THE THRONE ROOM, ALTAR OF PLAGUES und Konsorten können FEN lang nicht mithalten.

Tja, was könnte da wohl jetzt kommen, wenn riesige Hörner, Xylophon-Dinger und anderer Percussion-Kram inkl. dieses coolen vertikalen Hämmer-Zeugs die Bühne säumen?! Richtig, NEGURA BUNGET. In teilweise neuer Besetzung, mal abgesehen von der gruseligen Keyboarderin, dem Drummer und dem Xylophon-Mann, dafür jedoch mit einem labbrigen Pan-Flötisten und einem neuen Sänger, der optisch eigentlich genauso wie Hupogrammos, nur in dick, erscheint. Irgendwie wirkten die Zigeuner-Metaller nicht ganz so perfekt eingespielt wie sonst und auch der Sound war schonmal besser, aber wenn man die akuten Besetzungswechsel bedenkt, ist zumindest ersteres verständlich. Das neue Album „Virstele Parmintului“ stand im Vordergrund des Sets, zusammen mit „Om“. Ja, doch, guter Gig...

 

Fazit:

Für 10,- eur Eintritt ein lohnenswerter Kurztrip. Nun wird es mit NEGURA BUNGET und THE STONE zwar in Kürze schon auf dem UMM ein Wiedersehen geben, aber wenn nicht gerade wichtigere Dinge davon abhalten (Bratwurst, Ficken oder Picken, Packen, Gucken, Kacken), werde ich sie mir dort gewiss auch noch mal anschauen...

 

Bilder: - / © Final War Mag.