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Relativ spontan fiel die Entscheidung zum Besuch eines Doom-Abends in Berlin. Vorzugsweise, um an Karfreitag nicht nur haufenweise Fleisch zu essen, sondern auch, um dem heimischen Herd mal für eine kleine Spritztour zu entfliehen. Das Einpacken der Kamera fiel dann sogleich dem sensorischen Kurzzeitspeicher zum Opfer. Ergo: Keine Fotos. Egal. Zumal die Optik bei Doom-Konzerten eh (im Gegensatz zum Black Metal?) nicht im Vordergrund steht.
19:45 Uhr waren wir vor Ort, doch bekamen wir nur noch circa 1,25 Songs von OPHIS mit. Sauerei! Zumal ihre „Empty, Silent And Cold“-MC zuvor mit Vorfreude abermals im heimischen Kassettendeck rotierte. Macht aber nichts, immerhin spielt diese Band alle Nase lang mal in Berlin. Das, was ich vernehmen konnte, machte jedenfalls Lust auf mehr Doom/Death dieser Band.
OFFICIUM TRISTE aus den Niederlanden spielten als zweite Band. Traditioneller Doom, der mich schnell zum Gähnen brachte und folgerichtig nicht allzu lang angehört wurde. Außerdem füllte sich der kleine Konzertraum dieses eher kneipenähnlichen Etablissements plötzlich bis zum Bersten. In einem panischen Anfall von Klaustrophobie zog ich es vor, die Räumlichkeiten zu verlassen und lieber dem recht hohen Frauenanteil dieses Abends schöne Augen zu machen. Dabei musste ich beobachten, dass die ersten potentiellen Gäste mithin schon an der Kasse nach Hause geschickt wurden. Die Kapazität von ca. 120 Besuchern muss also erreicht worden sein.
Auch ISOLE aus Schweden schaute ich mir nur kurz an. Diesmal jedoch noch stärker musikalisch bedingt. Besonders der klare Gesang, das war mir nichts... Schmuse-Doom könnte man meinen. Abgelehnt!
Wenn ich ISOLE und OFFICIUM TRISTE jetzt verwechselt habe, entschuldige ich mich. Ihr wisst ja: sensorischer Kurzzeitspeicher. Definitiv zuletzt waren aber EVOKEN dran. Und das völlig zu Recht! Äußerst finsterer Doom/Death aus Amerika wurde hingelegt, der nicht nur brutal war, sondern auch „tiefsinnig“ genug, um deine Gedanken ganz woanders hinschweifen zu lassen. Ich muss feststellen, dass die Lieder für Doom-Verhältnisse ziemlich kurz waren. Ja eine schon fast einstellige Minutenzahl. höhö .... EVOKEN: Gern wieder. Finster!
 
Fazit:
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So, über besonderes Stageacting, auffällige Kostüme oder Hakenkreuze auf der Brust konnte ich nun nicht berichten. Es war ein Doom-Metal-Abend, den ich mir gut in einer größeren Lokalität hätte vorstellen können. Dennoch passte die Atmosphäre und für EVOKEN haben sich die 12,- Euro definitiv gelohnt.
 
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keine Bilder: Torsten / © Final War Mag.
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