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Quelle chance! Je faisais un cours intensif de la langue française entre 17 et 31 mars, et le 1er avril (c’est ne pas de blague!) ALCEST ont joué à Berlin. Malheureusement avec deux groupes allemands très homosexuels ... Zut!
Schon komisch (im Sinne von "Das Essen ist komisch.", nicht "Der Clown ist komisch.")... Da freut sich jeder, dass dieser XXL-Winter endlich vorbei ist, und doch strömen gut 250 Leute ins K17, um Neige zu erleben (... moar, den versteht doch keiner... hehe). Gut, es waren immerhin zwei Supportbands dabei, die jedoch keiner sehen wollte... Womit ich die Qualität dieser aber jetzt auch nicht unangemessen schlechtreden will ... Doch, will ich wohl wirklich. Aber "unangemessen" ist unangemessen.
Somit hatten wir also die Konstellation: Zwei Schwuchtelbands und ALCEST. Mit anderen Worten: Drei Schwuchtelbands, aber eine gute. Zumindest gut genug, um den FinalWar-Arsch nach Berlin zu schleppen.
Gegen 20:15 Uhr, zur Hauptsendezeit also, begann der Auftritt der Supportband DIE ECKE VOM K17. Hm, interessante Kontur, schöne Glätte. Wurde leider akustisch gestört von einer seltsamen Truppe namens VÖGELN... äh... FJOERGYN oder so ähnlich. Hm, irgendwie kam mir ein Mitglied davon bekannt vor?! Egal... Vom Auftritt der Band, die für mich aber auch nichts weiter als ein TOTENB...äh...DORNENREICH-Klon war, bekam ich wenig mit, da vermutlich (aber nur vermutlich) aus Pommern (und Rostock) stammende Störenfriede den kompletten Auftritt mit Stinkefingern, Rufen von "Schwul!" ("Wir haben hier keinen Schmul.") und irgendeinem anderen Bandnamen ("Totenmond"?!) sowie unpassenden Antworten auf die Ansagen der Band begleiteten. "Passend zur Jahreszeit..." ("ÄGYPTEN?!?!?") spielte die Band ca. 35 Minuten, vorwiegend wahrscheinlich auch Stücke ihres aktuellen Albums "E n d z ..." äh "Jahreszeiten". Die Noise-Parts vom Intro gefielen mir aber. Erinnerten an GNAW THEIR TONGUES ...
Glücklicherweise gibt es ALCEST ja wirklich, deswegen konnten sie anschließend spielen. Im Gegensatz zu NACHTMYSTIUM, an deren Existenz nach der wiederholten Absage eines Konzertes (30.03. in Hamburg) begründet gezweifelt werden darf. Vielleicht gibt es für die Panne des Tourbusses ja wieder Beweisfotos wie damals beim Beinbruch. Oder die Band-Ninjas wurden abermals in eine wilde Schießerei verwickelt ... vermutlich, weil einer von ihnen eine NARGAROTH-Tour veranstalten wollte?! Egal...
Die Franzosen begannen gegen 21 Uhr mit einem langen Soundcheck. Maaan... *nerv* Wird sowas heutzutage nicht mehr erledigt bevor die Bands anfangen?
Der gut einstündige Gig lief so ab wie man es sich vorgestellt hat. Ein paar Kerzen, dezente Lichtshow und keinerlei Ansagen (abgesehen von einem leisen "Merci beaucoup" zwischendurch), keinerlei "Stageacting" etc. von Seiten des Bassisten, des Drummers oder der beiden Sängerinnen, was definitiv die richtige Entscheidung war. Einzig Live-Gitarrist Zero untermauerte seine an Schwulität kaum zu überbietende Kopfstimme mit entsprechender Gestikulation. Der Rest bot stellenweise mit leidenschaftlichem Auf-die-Effektgeräte-starren ein nettes Shoegaze-Feeling. Glücklicherweise (muss ich sagen) war Neiges Stimme verdammt leise abgemischt, was zum einen aber der Musik mehr Raum bot, zum anderen gut kompensierte, dass sie live etwas quengelig klingt. ALCEST spielten - nur mit kurzen Unterbrechungen, z.B. für das Stimmen der Instrumente - die ersten gut 35 Minuten ausschließlich Stücke der beiden Alben "Souvenirs d'un autre monde" und "Écailles de lune", und zwar ausnahmslos jene, die keinen Kreischgesang beinhalten. Hier das Set bis dahin:
1. „Printemps emeraude“
2. „Écailles de lune (Part I)“
3. „Souvenirs d'un autre monde“
4. "Solar Song"
Ich glaube, „Sur l'autre rive je t'attendrai“ war auch noch dabei. Zu Beginn nervte der Drummer, der ein paar Einsätze verpatzte, aber das sowie der Klang an sich pegelte sich nach und nach ein. Passenderweise hoben sich die Franzosen, bei denen zur Verblüffung manch eines Besuchers doch gar keine Frau dabei war, die Höhepunkte für den Schluss auf: „Percées de Lumière“ von der Split mit LES DISCRETS (und auch auf dem neuen Album drauf) + „Le Secret“ von gleichnamiger EP. Juhu, endlich Kreischgesang! Obwohl sie ihren eigenen Soundmann dabei hatten (- zumindest faselten sie zuvor auf Französisch mit dem), fand dieser erst nach einigen Zeilen den Regler, um das Mikro, das noch auf verschmustes Neige-Gesäusele eingestellt war, leiser zu stellen. Resultat: LAUTES Gekreische. Egal. Dennoch waren dies die atmosphärischen Höhepunkte eines Auftrittes, der mich nicht umgehauen aber auch nicht großartig enttäuscht hat. Konnte schon was...
Irgendso'ein Penner (nicht gesehen) musste im Übrigen ständig wie so'n Affe rumkreischen. Idiot...
Als SCHEWISCHEN BLIEK auf die Bühne kamen - nach irgendeinem Horrorfilm-Ripoff-Intro - wurde meine Eingangsaussage dann falsifiziert. Es gab anscheinend tatsächlich Leute, die diese Gruppe sehen wollten und (noch viel schlimmer) denen die Musik auch noch gefiel. Vorwiegend geschätzte 1,40m große Teenie-Mädels und aufgetakelte Schwuppen mit Universal-Soldier-Monokel. Wirklich, der Typ hatte mal zwei, mal nur eine riesige Linse eines Nachtsichtgerätes (?) auf dem Kopf oder vor dem Auge. Warum?! Das sieht nicht nur behindert aus, es erfüllt auch keinerlei Zweck.
Nunja, wo war ich? ... Achso, THE VISION BLÖÖÄÄÄRRGGHH... Optisch hat sich nicht viel getan: Schwadorf und Konstanz sehen mit ihren Westen immernoch wie Kellner aus, ersterem ist sie vermutlich seit langem zu klein und dem korpulenten zweiten Gitarristen, der sein Instrument wohl nur hielt, damit er nicht umfällt, rutschte ständig die Hose. Auch singt Kontanz immernoch nicht, er spricht einfach so tief wie er kann... „Can You Say Kutulu?“ („HALT'S MAUL!“)...
Als irgendwas von „Welcome Berlin. Schön wieder hier zu sein“ gefaselt wurde, ging ich. Nicht aber ohne der Band ein ähnliches „Homecoming-Erlebnis“ wie JENNIFER ROSTOCK bei ihrem Auftritt in Karlshagen (Usedom) zu wünschen, wo schließlich strunzbetrunkene Ois, Metaller und Punks vor den Augen von Eltern mit ihren 11jährigen Töchtern Dinge wie Bierbecher, Bratwürste, einen Schlafsack und eigentlich alles, was geworfen werden kann, auf die Bühne schmissen. Hehe
Zugegeben, von draußen klang das TVB-Zeug dann nicht schlecht... also mit verschlossener Tür ... von ganz weit weg... mit Gehörschaden...
 
 
 
 
 
 
Fazit:
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Auf dem Rückweg mussten in Form von ordentlicher Musik zunächst Entschwulungsmaßnahmen getroffen werden. War man jedoch wieder mit seiner Sexualität im Reinen, konnte auf ein Konzert zurückgeblickt werden, das man eh nur für ein paar labbrige „Metal made for girls“-Franzosen besuchte, welche ihre Sache aber gut machten...
 
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Bilder: - / © Final War Mag.
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